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Nach Fisch duftende Melanzani

HeYo!

Bin viel am probieren von neuen Rezepten, hier eines was ich zwar viel einfacher schon im Repertoir hatte, aber das hier ist viel feiner 😉 Auch bisschen mehr Arbeit, aber trotzdem leicht, vorausgesetzt hat man die Zutaten zu Hause. Die Melanzani duften nicht Fisch, aber dieses Gericht heisst so, weil man Fisch auch so würzt ;-).

Zutaten für 4 Personen: 1 kg Melanzani, Öl, 1,5 EL scharfe Bohnenpaste, 2 Frühlingszwiebel geschnitten, 3 cm Ingwer gehackt, 4 große Knoblauchzehen klein geschnitten. 1 EL Maisstärke mit kaltem Wasser vermengen.

Sauce: 2 EL Reiswein, 2 EL helle Sojasauce, 2 Tl dunkle Sojasauce, 4 EL brauner Reisessig, 2 EL Zucker, 250 ml Gemüsesuppe, Salz

Ich bereite mich gern auf alles vor und fang dann an zum Kochen.

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Melanzani waschen und putzen.

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Melanzani der Länge nach vierteln und würfelig schneiden.

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In Öl anbraten. Ich geb wenig Öl (3 EL) und giesse dann bisschen mit Wasser auf ;-).

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Wenn die Melanzani fertig sind, …

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aus der Pfanne auf Butterpapier abtropfen lassen.

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Geschnittene Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch in Öl anbraten.

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Der Geschmack der gerösteten Melanzani verbindet sich mit Zwiebeln & Co.

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Vorbereitete Sauce

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dazu geben.

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Und die Melanzani wieder hinein, einmal kurz aufkochen und …

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die Maisstärke zum Binden hinzugeben.

Mit Reis servieren und los geht das Schlemmen! Mahlzeit 🙂

 

 

Zufrieden: Honigernte 2018

HeYo!

Nach der Übersiedelung meiner drei Bienenkisten war ich gespannt, wie die Honigernte ausfallen würde. Die Bienen leben jetzt am Waldrand mit einigen Obstbäumen rundum.  Am Vorabend habe ich bereits einen Schnitt quer gemacht um die Brutwaben von den Honigwaben zu trennen, sodass ich sie heute leicht ziehen kann. Ich hab sie bei der Gelegenheit bereits gewogen, weil ich neugierig war, wie es aussieht.

Ertrag hatte ich heuer rund 21 kg Honig. Die liebe Familie ist abgedeckt und er schmeckt prima. Er ist durch den Waldrand auch einwenig dunkler, aber nur eine Spur.

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Gleich gehts los …alles gut durchdenken und vorbereiten.

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Mit der braunen Kiste fing ich an, weil sie vom Gewicht her am leichtesten war. Leider, es gab kaum Honig zu ernten. Ich vermute, dass in diesem Volk zu viele Schwärme abgegangen waren.

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Viele Bienen sind in den Wabengassen, aber generell sind eher weniger Bienen da, als in den anderen Kisten.

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Die bunte Kiste, die alte Königin lag heuer tot vor der Tür, aber anscheinend hat die Umweiselung gut funktioniert. Auch zum Honig eintragen war Zeit.

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Man sieht auch deutlich, dass das Volk um einges stärker ist, als in der braunen Kiste. Aus der Kiste sind aber fix 2 Schwärme abgegangen.

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Die Leisten, die leider nicht gehalten haben, wurden gut eingebaut 🙂

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Sie waren auch gut ziehen.

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Hier sind auch viele Bienen in den Wabengassen, es ist nämlich heuer das stärkste Volk.

Glasnudelsalat

HeYo!

Eine tolle leichte Speise, die ein wahres Geschmackserlebnis garantiert und sich wunderbar eignet fürs Büro oder unterwegs. Sogar mein 14-jähriger mag ihn und wir essen es gerne als leichtes Abendessen 🙂  als Hauptspeise – natürlich kann man ihn mit weniger Zutaten auch als Beilage machen – oder als Beilage und den Rest für später aufheben.

Zutaten für 4 Personen:

200 Gramm Glasnudeln, 1 Salatgurke, 2 mittelgrosse Karotten

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Zuerst mache ich die Sauce – die hat dann Zeit sich gscheit zu verbinden 😉

Sauce: 2 EL helle Sojasauce, 2 EL brauner Reisessig, 4 EL Pflanzenöl, 2 Tl Zucker, 1-2 Lauchzwiebel in dünne Ringe schneiden, 2 Knoblauchzehen schälen und zerdrücken, 0,5 – 1 cm Ingwer schälen und fein hacken, 1 Prise Pfeffer (Sichuan wenn vorhanden), 2 Tl zerbröselten Gemüsewürfel und Salz zum Abschmecken.

 

Dann bereite ich die Nudeln vor, dazu: Die Glasnudeln 5 Minuten in heißem Wasser quellen lassen, durch ein Sieb abgiessen und kalt abschrecken. Dann zur Seite stellen.

So jetzt gehts an das Gemüse: Die Salatgurke in 5 cm lange Streifen schneiden und die Karotten julienne. Das dauert bissi, aber es sind eh nur 2 Karotten.

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Jop, jetzt wirds lustig -weil ich mach das mit den Händen. Natürlich müssen diese richtig sauber sein, sonst kann man es natürlich auch mit Salatbesteck machen – in jedem Fall, alles zusammen und vermischen. Wenn man möchte, kann man es noch 5 min stehen lassen, zum ziehen und dann bitte alle zu Tisch! Gegessen wird mit Stäbchen – ist doch klar!

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Weingarten am Kogelberg

HeYo!

Jetzt möcht ich euch mal über unsere neue Errungenschaft erzählen. Es war nicht geplant …es ist mir zugefallen… ein Zufall sozusagen. Ein paar Wochen hatte ich darüber nachgedacht, ob ich wirklich soll …aber das Herz hat JA gesagt. Hauptgrund war eigentlich die Lage am Rohrbacher Kogel, mit dem ich meine Kindheit in Verbindung bringe.

Im Herbst 2017 war es soweit – ein Grundstück mit einem älteren Bestand an Weinreben wir unser. Drei Reihen mit überwiegend roten Trauben, welche wir zu Traubensaft pressen lassen möchten. Aber jetzt schauen wir mal durch das erste Jahr, welche Arbeiten auf uns warten und wie wir das schaffen.

Vom Winter bis jetzt:

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So habe ich den schon in die Jahre gekommenen Weingarten übernommen. Die vierte Reihe links gehört nicht mehr dazu.

Schneiden der alten Ruten, zwei neue Ruten stehen lassen und dann runter binden sind mal die ersten Arbeiten vor Frühlingbeginn.

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Traumhafte Gegend – einfach schön!

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So siehst es jetzt aus 🙂

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Mittlerweile habe ich jeden Stock schon mehrmals bearbeitet und schön langsam gedeiht eine Beziehung.

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Und alles wächst – die Weinreben und die Wiese und mein Sohnemann hilft mir beim Einflechten der längeren Triebe und beim Entfernen der Wassertriebe vom Stock.

Jetzt kommt dann schon die Frage auf mich zu, wie ich das mit dem Mähen halten werde. Zuerst hatte ich ja überlegt garnicht zu mähen, aber nachdem die Wiese wirklich hoch geworden ist und ich dachte, es ist besser, wenn die Weintrauben genug Luft bekommen, habe ich mich entschlossen mit der Sense zu mähen. Das ist am besten für Fauna und Flora – und ich spar mir das Fitnessstudio 😀

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So eine tolle Arbeit – aber schon wirklich sehr anstrengend! 😀 Überhaupt wenn die Sonne ihres dazubeiträgt …brauch ich drei Handtücher und drei Liter Wasser.

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Die Weinreben sind schon sehr gewachsen, viele Trauben blühen jetzt und viele sind auch schon verblüht und man sieht die Traubenansätze.

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Sonnenaufgang beim Weingarten im Winter.

Fortsetzung folgt …

Aktueller Stand – Schwarmzeit

HeYo!

Ich muss jetzt mal dokumentieren, was sich so bei den Bienchens tut. Mein letzter Eintrag hier war vom 21. April! Aaaaah ….

Nun gut, Honigraum hab ich am 12. April bei allen drei Bienenkiste geöffnet und mit Honigleisten mit Anfangsstreifen bestückt.

8. Mai ich öffne zur Schwarmkontrolle. Leider hab ich nur von der braunen Kiste Fotos gemacht. Aber in jeder Kiste habe ich viele offene und belegte Weiselzellen gefunden und auch bereits verdeckelte. Die alte Königin mit dem gebrochenen Flügel muss genau vorm Kommen geschwärmt sein, ist nämlich mit einem Haufen Bienen in der Wiese gelegen. Am nächsten Tag hab ich sie aber leider tot aufgefunden. Danach ist eine Kälte/Regenfront die über eine Woche angedauert hat über uns hereingebrochen. Die kalte Sophie und ihre Gefährten ….tja! Nix mit schwärmen.

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16. Mai der erste „richtige“ Schwarm hängt in über 5 Metern im Apfelbaum. Meinen Bienenkistengefährte 😀 und gelernter Baumkraxler -hat ihn geborgen und der Schwarm ist zu meinem Grosscousin in eine Bienenwiege gezogen. Leider ist der Schwarm aber von der Wiege wieder ausgezogen 😦

17. Mai ich öffnen die Kisten und schaue was los ist. Aufgebissene Weiselzellen – wahrscheinlich in der Kältefront …Ich breche alle Weiselzellen bis auf jeweils eine geöffnete und belegte und eine verdeckelte. Ich brauche noch ein paar Schwärme 😀

An dem Tag habe ich dann auch den 2. Schwarm vom gleichen Apfelbaum gepflückt. Diesesmal konnte ich sie mit Erfindergeist selbst bergen. Die waren nämlich ziemlich weit aussen und ich musste den Ast mit einem anderen Ast zu mir biegen …in 4 Metern Höhe und mit meiner Höhenangst! Aber ich habs geschafft. Der Schwarm ist zu meinem Bienenkistengefährten gezogen – aber leider auch am dritten Tag in der Kiste wieder ausgezogen!! Ob ich die Bienen bei mir zu sehr verwöhnt habe? wohl eher nicht …

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Leider hab ich schon wieder nur bei der braunen Kiste Fotos gemacht …tstststs… ich lasse echt nach!!

Seitdem hat sich nichts getan. Gestern war ich bei den Bienen, normaler Flugverkehr -alles ruhig. Vielleicht fahr ich morgen früh rauf und jeck mal die Lage!

Die Honigräume sind in jedem Fall bei allen drei Kisten bereits vollständig ausgebaut. In der gelben Kiste gabs nen Unfall -da haben sich 3 Leisten gelöst, aber die Bienen haben das einfach so verbaut. Ich wollt da jetzt auch nicht eingreifen, die Bienen haben das gut gelöst. 😉

 

 

Grüner Paprika mit Austernpilze

HeYo!

Eigentlich mag ich grünen Paprika ja nicht so, und ich vertrag ihn auch nicht gut – aber mit Austernpilzen schmeckt er mir 😉 und mein Magen hat auch nichts dagegen. Das Rezept ist -wie meist- ganz einfach und schnell (5 – 10 Minuten) zubereitet, darum vorher bereits den Reis hinstellen.

Zutaten für 4 Personen: Eine Stange Jungzwiebel :D, eine Packung grüner länglicher Paprika (sind 5 -7 Stück), eine Packung Austernpilze, geschnetzelte Hühnerbrust (ich koch sie vor), Reis für 4 Leute.

Wenn man das Fleisch roh hat, dann einfach eine Hühnerbrust in Streifen schneiden und vorher anbraten – dann den Jungzwiebel dazu und dann weiter wie bei den Fotos beschrieben.

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Jungzwiebel, Austernpilze, grünen Paprika und geschnetzelte Hühnerbrust (bereits gebraten).

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Jungzwiebel anbraten, Fleisch dazu und dann den Paprika pfannenrühren und 1 bis 2 Minuten mit geschlossenem Deckel und halber Flamme weiter köcheln. Eventuell bisschen Wasser zugiessen, damit es nicht anbrennt.

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Wenn der Paprika fast durch ist, die Austernpilze dazu – für 2-3 Minuten pfannenrühren.

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Die Pilze sind nach 2-3 Minuten gar, dann nur mehr salzen und mit Reis servieren.

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Guten Appetit!

 

Schweineschnitzel chinesisch

HeYo!

Heute hat mein Mann gekocht – da hatte ich mehr Zeit zum Fotografieren 😀

Fürs Fleisch: 4 Schweineschnitzel (Kaiserfleisch), 3 Knoblauchzehen, 3 EL Maisstärke, einen Spritzer Weisswein, 2 EL dunkle Sojasauce, 1 EL helle Sojasauce, 1 Tl Zucker, eine Prise Salz.

Fürs Gemüse: 1 Jungzwiebel und eine halbe Gurke (kann man auch mehr nehmen)

Als Beilage Reis.

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Schnitzel in Streifen schneiden und den Knoblauch

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In Pflanzenöl anbraten

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Jungzwiebel julienne schneiden

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Gurke schneiden

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Maisstärke in Sojasauce, Weisswein und den Gewürzen verrühren

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Über das angebratene Fleisch giessen und weiter rühren

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bis die Stärke beginnt einzudicken

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Gemüse klein geschnitten

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In eine Schüssel zuerst Reis, dann das Fleisch und darüber das Gemüse anrichten.

Guten Appetit!

Honigraum öffnen

HeYo!

Die erfolgreiche Übersiedelung meiner drei Bienenkisten habt ihr sicher mitbekommen. Jetzt steht die erste „Arbeit“ an – Honigraum öffnen. Momentan scheint mir die Natur zu explodieren, endlich warm! Kirschen und viele andere Bäume und Sträucher beginnen zu blühen. Letztes Jahr war ich ein wenig spät beim Honigraum öffnen, das möchte ich heuer nicht mehr erleben.

Die Bienenkisten stehen jetzt ungefähr 5 km entfernt von meinem Zuhause und dort gibt es auch keine (noch) Möglichkeit verschiedene Utensilien aufzubewaren, so muss ich gut nachdenken, um alles nötige mitzunehmen. Trotzdem musste ich fast vorm Ziel nochmal umdrehen, weil ich einen Schraubenschlüssel vergessen hatte …tja. Bin gespannt, wie oft mir das passiert 😀

Aber jetzt zur Sache, bin schon gespannt, wie es den Bienen geht. Es ist das erste Öffnen überhaupt seit der Winterpause.

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Alles gut vorbereiten 🙂

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Braune Kiste mit Jungkönigin vom letzten Jahr – Die Bienchens sind wegen dem Rauch in die Gassen gewandert. Bin froh, noch kein Wildbau im Honigraum. Verdeckelte Brut gefunden und es gibt auch schon Drohnenbrut.

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Heute hab ich erstmals Rauch effektiv eingesetzt und ich hatte kaum Attacken auf mich. Die Honigleisten konnte ich gut anbringen und jetzt sind die Bienen auch schon aus den Gassen hervorgekommen.

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Bunte Kiste – Neubesiedelung mit alter Königin, die im letzten Jahr in der braunen Kiste war. Die Bienen hatten im letzten Jahr von Hinten begonnen zu bauen, ich hatte den Wildbau im Honigraum nicht entfernt, weil ich die Vorräte vorm Winter nicht wegnehmen wollte, jetzt muss er allerdings raus.

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Alles gut geschafft und das Volk ist wirklich stark.

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Gelbe Kiste – starkes Volk und alles in Ordnung 🙂

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Honigleisten angebracht – noch schnell ein Foto und dann kommt der Deckel wieder drauf.

Die Arbeiten habe ich am 12. April durchgeführt. Allen drei Völkern geht es gut, ich bin froh!

Einfachspargel :D

HeYo!

Frühlingszeit ist Spargelzeit! Und wer sagt, dass Spargel nur mit Sauce Hollandaise lecker schmeckt? Genau – ich nicht. Spargel ist einfach sehr lecker. Mein Blitzrezept von heute abend für 4 Personen:

2 Packungen frischen grünen Spargel, 1 Jungzwiebel -aber ohne Grün-, Koriander (Gewürz nicht frisch), Muskatnuss, Pfeffer, Salz, Hühnchenbrust, Kokosfett.

  1. Reis waschen und kochen
  2. Hühnchenbrust schneiden, braten und zur Seite stellen
  3. Spargel waschen, putzen und schneiden
  4. Jungzwiebel putzen, schneiden und los gehts!
  5. Jungzwiebel in 1 TL Kokosfett anbraten, Spargel mit einwenig Wasser hinzugeben – Deckel drauf und circa 7 min bei mittlerer Hitze dünsten lassen. Dann umrühren und mit Koriander, frisch geriebener Muskatnuss und Pfeffer würzen, wieder umrühren und geschnetzeltes Fleisch hinzugeben und nochmals mit Deckel 3 bis 5 min dünsten lassen. Zum Schluss eine Prise Salz und mit Reis anrichten. Mmmmh der Frühling schmeckt einfach spargelig.

Meine Bienchens ziehen um

HeYo!

Letztes Jahr habe ich mich dazu entschieden meine drei bevölkerten Bienenkisten von meinem Garten, der mitten im Wohngebiet einer kleineren Stadt liegt, zu einem circa 5 km entfernten Wiesengrundstück mit Obstbäumen am Waldrand umzuziehen.

Da meine Bienchens ihrem Schwarmtrieb nachgehen dürfen, war die Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juni, nach einer ersten heftig negativen Reaktion eines Nachbars bzgl. eines abgegangen Schwarms, für mich sehr belastend und ich stand sehr unter Druck.

Ich möchte, dass es den Bienen, meinen Nachbarn und mir gut geht, wenn ich jedes Jahr zur Schwarmzeit so eine ungute Zeit verbringen muss, vergeht mir ehrlich gesagt die Freude, mein Entschluss stand fest und damit warfen sich viele Fragen auf …wann ist die beste Zeit für den Umzug? …und wie soll ich das machen? …und hoffentlich klappt der Umzug gut.

Wann umziehen?

Schnell habe ich herausgefunden, dass ich die Bienchens nicht während der Winterruhe umziehen werde. Sie könnten durch die Erschütterungen aus der Winterruhe kommen, mehr Futter verbrauchen, als notwendig, Durchfall bekommen …und wer weiß, wie das Wetter noch werde würde …etc.

Da ich im örtlichen Imkerverein Mitglied bin, hab ich auch da mal gefragt. Ein Imker gab mir den Rat den Umzug zu machen, wenn die Bienen bereits aus der Winterruhe gekommen waren und die Obstblüte kurz bevor bestand. Für mich klang das sehr nachvollziehbar und auch sind die Kisten dann noch nicht so schwer.

Wie die Bienenkisten transportieren?

Nun gut – Zeitpunkt fixiert, jetzt kommt das wie dran. Ich fahre einen Kombi und der kann gut 2 Bienenkisten nebeneinander fassen. Auch ist die Liegefläche ganz gerade, aber im Auto? Da müssten wir (mein Mann und ich) während der Fahrt Schutzanzüge tragen, falls doch Bienen während der Fahrt ihren Weg nach draussen finden …und wir nicht im nächsten Graben landen wollten. Anhänger – nein, zuviel Erschütterung. Pritschenwagen wäre noch angedacht, aber das ergab sich dann anders und uns blieb nur unser Auto.

Jetzt zur Praxis

Freitag, 30. März 2018 – abends so gegen 19:15 sind wir dann in den Garten marschiert. Die Dämmerung hatte schon eingesetzt, aber es war noch genug zu sehen, sodass wir nicht gegen den nächsten Baum liefen. Ein halbes Jahr fieberte ich schon auf diese Arbeit und spielte den Ablauf immer wieder vor meinem geistigen Auge durch. An dieser Stelle sei ergänzt: Den Platz für die Bienen beim Wiesengrundstück hatte ich natürlich schon vorbereitet 😉 Also zurück zum Garten … -> die Fluglochschieber umdrehen – uff, festgekittet -tja, daran hätte ich denken müssen. Durch die Ruckelei kamen sie gleich zu Hauf heraus um dem Störenfried die Leviten zu lesen – bei einer Kiste schafften wir es aber, den Fluglochschieber bienendicht umzudrehen! Also los.

Auto stand in der Garage bereit – Dach herunter – anfassen und zum Auto tragen. Das ging ganz schön rein und runter zur Garage führt eine eher steile Treppe über geschätzte 20 Stufen. Ich atmete immer wieder bewusst, um meine innerliche Anspannung zu lösen – alles ganz ruhig und was sollte schon passieren? Die Bienen verbrausen, das Wachs schmilzt, Bienen verkleben, werden gequetscht …ahhhh, alles ganz ruhig -atmen auf die Arbeit konzentrien und wir konnten die Bienenkiste in den Kofferraum absetzen. Ich hatte zur Sicherheit eine Decke zwischen Fahrerraum und offenen Kofferraum geklebt, falls doch Bienen rauskommen, dass sie nicht nach vorne zum Fahrer kommen können. Diese war zwar nicht 100% dicht aber sicher ein erster Schutz. Kofferraum zu und los ging die Fahrt. Das Rückenbrett hatte ich drauf gelassen, da die Fahrt nur 10 bis 15 Minuten dauern sollte und es auch temperaturmässig nicht warm war -so um die 8 Grad. Sollte die Fahrt aber länger sein, sollte man das Rückbrett runter nehmen, dann muss man die Öffnung aber natürlich mit z.B. einem Fliegengitter ordentlich bienendicht aber luftdurchlässig machen. Anleitung dafür findet man auf der Bienenkisten Website.

Ich fuhr wie auf rohen Eiern, mein Mann und ich im Schutzanzug – ich würd gern wissen, wie das aussah 😀 Gut, dass es schon fast finster war 😀

Nach 15 Minuten Fahrt waren wir angekommen, keine Biene war herausgekommen. Wir stellten die Bienenkiste auf ihren neuen Platz – Fluglochschieber wieder umdrehen, Dach drauf und DURCHATMEN, gefühlt, das erste Mal seit wir in den Garten gegangen waren. hihi ….okay, für heute waren wir fertig. Keine Kraft mehr und ausserdem waren zu Hause die Bienen noch zum Teil vor der Hütte.

Am Ostersonntag, 1. April 2018 nutzten wir die Zeit und brachten auch die beiden anderen Kisten in die neue Heimat. Ich hatte am Nachmittag schon mal die Fluglochschieber umgedreht und jeweils eine Seite soweit offen gelassen, sodass die Bienen noch hinein und heraus konnten. So musste ich abends nur noch einen kleine Bewegung machen und der Fluglochschieber war herunten -bienendicht. Die beiden Kisten waren viel schwerer! Der Transport verlief gut und wir sahen sicherlich wieder extrem ulkig aus 😀

Am kommenden Morgen bin ich natürlich gleich rausgefahren und ja -schaut selbst 😀

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Ich bin glücklich und erleichtert und den Bienen scheint es toll zu gehen. Fliegen sich brav ein und erkunden die neue Heimat. Geschafft!